15. Mai 2024

Drei Mountainbike-Profis wollen durchstarten

Sie fahren Mountainbike aus Leidenschaft und auf Weltklasse-Niveau: Simon und Andrin Walter aus Sulgen sowie Mauro Hassler aus Chur bilden das Mondraker Walter MTB Team. Dieses baut professionelle Strukturen auf, strebt weitere sportliche Erfolge an und will so attraktiver für Sponsoren werden.

Mondraker Walter Bike Team Simon

Das Weltcuprennen in Brasilien steht bevor. Zwei Tage vor dem Abflug nach Südamerika herrscht in der kleinen Werkstatt des Mondraker Walter MTB Teams in Sulgen emsiges Treiben: Simon und Andrin Walter nehmen die letzten Handgriffe an den vor Kurzem gelieferten neuen Rennbikes vor. Die schmalen Transportboxen stehen bereit und Teammanager Lukas Ottiger bespricht mit den Fahrern Details der anstehenden Reise.
Simon Walter, seit eineinhalb Jahren Profi-Mountainbike-Rennfahrer, befindet sich im vorderen Fünftel der Weltrangliste. Neben der normalen Saisonvorbereitung flog der 24-Jährige im Januar mit der Nationalmannschaft nach Südafrika, um das Fahren bei Hitze zu trainieren. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Andrin, der international zum vorderen Viertel zählt und seine letzte Saison als U23-Fahrer bestreiten wird, war ebenfalls mit der Nationalmannschaft unterwegs. Sie führte ein Programm in der Toskana durch.

Als GmbH auf Sponsorensuche
Nicht nur die sportlichen Leistungen, auch die Strukturen des Mondraker Walter MTB Teams werden schrittweise professioneller. Lukas Ottiger, ein älterer Cousin von Simon und Andrin und selbst polysportiv unterwegs, engagiert sich seit vier Jahren als Teammanager. Er begleitet das Team an die internationalen Weltcup-Rennen, teilt die Leidenschaft für den Sport und will das Seine zur Entwicklung der jungen Radsportler beitragen. Lukas ist dabei nicht nur Teamchef, sondern auch Mechaniker, Koch, Reiseplaner und Chauffeur. 

Zur Organisation gehört ebenso der Beizug eines Mentaltrainers sowie einer Physiotherapeutin. Die Gründung einer GmbH per 2024 dokumentiert schliesslich definitiv den Schritt zum Profi-Team. Mit Unterstützung der Provida Consulting AG, die auch als einer der Sponsoren fungiert, wurde ein Rechtskleid geschaffen, um beispielsweise Anstellungsverhältnisse zu regeln oder Preisgelder aus dem Ausland steuerlich richtig abzubilden. «Wir sind dankbar für den intensiven Austausch mit der Provida und für ihre fachkompetente Unterstützung», sagt Lukas Ottiger. Mit der GmbH wurde gleichzeitig ein neuer Auftritt kreiert, mit neuem Logo und neuen Trikots. Weil im Mountainbike-Sport keine grossen Preisgelder ausgerichtet werden, sind auch Top-Teams auf Sponsorengelder angewiesen. «Unser Ziel ist es deshalb, die Sichtbarkeit unserer drei Fahrer zu steigern und für Unternehmen attraktiv zu werden, die sich als Sponsoren unsere Werte sichern wollen.

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